CHANGE – Warum Diabetes II kein Schicksal ist…

Oftmals werden Ernährungsprogramme, Ernährungsberater, Coaches und Personal Trainer auf eine Kundengruppen reduziert: die “Übergewichtigen”, die endlich mal 10 kg abnehmen möchten. Die Gründe für eine veränderte Ernährungsweise sowie mehr Bewegung im Leben können jedoch ganz unterschiedlich und vielschichtiger sein. Heute möchten wir euch ein Beispiel aus unserem Kundenkreis vorstellen, welches uns – nach all den Jahren, die wir nun mit Sport und gesunder Ernährung verbracht haben – sehr beeindruckt und auch ein wenig stolz gemacht hat.


1. Die Geschichte von “Hans”

Im Juni 2018 kam Hans (Name wurde von uns geändert) zu uns. Hans ist bereits 65 Jahre alt, ein rüstiger Rentner, der tagein tagaus in seinem Garten arbeitet. Viel Zeit für Sport hat er nicht, lieber braut er in seiner Freizeit Bier und genießt den Ruhestand. Seine Ernährung war sein ganzes Leben auch die des typischen Saarländers: Morgens Brote mit Salami oder Lyoner, mittags Fleischkäse oder Braten mit Pommes und Salat, zum Abendessen wieder Brot mit Aufstrich. Gerne auch mal Spaghetti oder eine Platte mit Wurst, Mozzarella und Schinken. Auf seine Ernährung achten musste er “ja nie sonderlich, er habe ja immer hart gearbeitet”. Zudem halte er nicht viel von “diesem ganzen Ernährungs- und Diätquatsch” und statt “Hanteln durch die Gegend zu werfen”, werfe er lieber seinen Betonmischer an.

Nun, warum kam Hans dann zu eat.move.change? Viele würden sagen, in seinem Alter ändert man eh nicht mehr viel, dazu ist man zu sehr in seinen Gewohnheiten gefangen.

Nach unserer Erfahrung ist dies jedoch falsch, bei jedem Menschen kommt der Punkt im Leben, an dem er wirklich etwas ändern will. Die Auslöser dafür können ganz unterschiedlich sein:

  • ein Blick in den Spiegel
  • ein unbedachter Kommentar eines Mitmenschen
  • die Erkenntnis sogar nach dem Treppen gehen außer Atem zu sein
  • Schmerzen und Krankheiten
  • ein Schlaganfall
  • der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen
  • das positive Vorbild eines anderen, der es geschafft hat
  • usw.

Wenn der eigene Leidensdruck zu groß wird, ist man bereit alles zu tun.

Bei Hans war der Auslöser ein Arztbesuch Anfang Juni. Klar er hatte im Alter einige Kilos zugenommen, wog jetzt mit 1,70 Meter ca. 76 kg, aber er hatte sich schon einen ordentlichen “Bierbauch” angefuttert und -getrunken. Jahrelang war dies auch kein Problem für ihn, schließlich war so ein bisschen Bauch ja auch in seinem Umfeld, Freundes- und Verwandtenkreis nichts ungewöhnliches für einen Mann in seinem Alter. Was er jedoch bis zu jenem Arztbesuch nicht wusste, war welche Auswirkungen dies auf seine Gesundheit hatte.

Gerade das Bauchfett (Viszeralfett) ist gesundheitlich sehr problematisch für uns. Es legt sich um die Organe des Menschen und fängt an in den Stoffwechsel einzugreifen.


Viszeralfett:

  • sehr stoffwechselaktiv (bildet mehr als 200 Botenstoffe)
  • größtes Drüsenorgan des Körpers
  • beeinflusst Insulinhaushalt
  • beeinflusst Blutdruck
  • kann Entzündungen auslösen

Wie der Arzt nun Hans mitteilte, sei sein Bluttest leider sehr negativ ausgefallen. Sein Nüchternzucker lag mit 133 mg/dl weit über dem Normbereich (65-99) und schlimmer noch, sein Langzeitzuckerwert HbA1C liege bei 6,4% (Normbereich 4,8 bis 5,7%) und damit kurz vor dem Grenzwert einer Diabetes Typ 2 Erkrankung.

Damit sei es wohl unvermeidlich, dass er sich mit dem Thema Spritzen, Insulin und Diabetes-2 auseinander setzt. Zudem solle er sich dringend mit einem Ernährungsberater treffen, da dies gern von den Krankenkassen gesehen wird, wenn sie eine solch teuere und langfristige Krankheit in der Zukunft finanzieren müssen. Hans war geschockt, er fühlte sich eigentlich nicht krank aber die Vorstellung plötzlich eine chronische Erkrankung für den Rest seines Lebens zu haben, machte ihm zu schaffen.

Die Wahl von Hans für seine Ernährungsberatung fiel auf eat.move.change und so saßen wir im Juni zusammen und er berichtet sichtlich niedergeschlagen von seiner Situation. Aber er sei nun bereit, auch Neues zu versuchen, wir sollten ihm nur sagen was er tun kann, er würde es machen.


Diabetes Typ-2 (Diabetes mellitus):

Diabetes mellitus wird oftmals auch “Zuckerkrankheit” genannt. Es handelt sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung basierend auf einer Insulinresistenz im Körper. Anfangs sind dabei kaum Beschwerden bemerkbar. Spätere Symptome sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, ständige Müdigkeit, Sehstörungen und Juckreize.  In der Folge können die Netzhaut, die Nieren und die Nerven geschädigt werden sowie Errektions- und Menstruationsstörungen auftreten.

Typ-2-Diabetes entsteht im Grunde durch eine gestörte Insulinwirkung an den Zellen.

Die Bauchspeicheldrüse schüttet nach einer Mahlzeit Insulin aus. Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Zellen jedoch gar nicht oder nicht mehr ausreichend auf das Insulin, sie sind resistent geworden. Insulin ist jedoch notwendig, um Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufzunehmen. Da das bei Typ-2-Diabetes nicht funktioniert, steigt der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit stark an.

Mögliche Ursache solche einer Insulinresistenz kann eine dauerhaft gesteigerte Nahrungszufuhr sein, die häufig zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Die hohe Konzentration an Glukose im Blut lässt auch den Insulinspiegel steigen. Als Reaktion darauf sinkt die Zahl der Insulinrezeptoren auf den Körperzellen und sie werden weniger empfindlich für Insulin.

Anfangs versucht die Bauchspeicheldrüse, diesen relativen Insulinmangel auszugleichen und den Blutzuckerspiegel dennoch niedrig zu halten. Das Organ läuft dafür auf Hochtouren, um noch mehr Insulin herzustellen. Nach einigen Jahren erschöpft  die Bauchspeicheldrüse jedoch und der Blutzuckerspiegel steigt.

In Deutschland hat sich Diabetes zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt – über sechs Millionen Menschen sind betroffen.


 2. Die Ernährungsumstellung von Hans 

Hans Maße im Juni 2018:

  • Gewicht: 76 kg
  • Bauchumfang: 100 cm (Diabetes-2 Risiko ab 94 cm)
  • Brustumfang: 99 cm
  • Bluthochdruck

Für die Ernährungsumstellung von Hans waren zwei Dinge wichtig:

a) durch ein Kaloriendefizit musste er sein Übergewicht verringern, insbesondere aber auch das krankheitserregende Viszeralfett um seine inneren Organe

b) um seinen HbA1C-Wert wieder in den Griff zu bekommen, musste er auf alle Lebensmittel verzichten, die einen hohen Blutzuckeranstieg und den damit verbundenen Insulinausstoß verursachen. Unser erstes Ernährungscoaching mit Hans fokussierte sich daher sehr darauf, welche Lebensmittel welche Reaktion im Körper verursachen und welche seiner bisherigen Lebensmittel er durch andere ersetzen kann.

Da auch die Ehefrau von Hans an Übergewicht litt, sprang sie “auf den Zug” auf und bot an, die gleiche Ernährungsumstellung mit ihm zu machen. Dies war ein großer Erfolgsfaktor, denn nur wenn das Umfeld es zulässt, ist eine Anpassung der Gewohnheiten auch möglich.


3. Die Umstellung der Gewohnheiten

Es zeigte sich schnell, dass Hans ein sehr ehrgeiziger Charakter ist. Einmal mit den Vorgaben in die Welt geschickt, war er sehr wissbegierig. Jeden Tag meldete er sich mit neuen Fragen:

  • “Was ist Eiweißbrot, kann ich das essen?”
  • “Wie viele Äpfel aus meinem Garten darf ich noch nehmen?”
  • “Kann ich an meinem Geburtstag noch zwei Bier trinken?”
  • “Welche Nüsse haben die wenigsten Kohlenhydrate”
  • “Was soll ich mir im Restaurant bestellen?”
  • “Welches Fleisch sollte ich am besten grillen?”

Aber er setzte alle Vorgaben 1:1 um. Wir waren gleich beeindruckt von seiner Disziplin und seinem Willen.

Dein Erfolg ist das Ergebnis der Arbeit, die du bereit bist zu investieren!

Nach und nach fand Hans neue Alternativen für Frühstück, Mittagessen und Abendessen, die zu seinen Vorgaben passten. Daneben fing er jedoch auch erstmals in seinem Leben damit an, sich mit den Themen Ernährung und Nahrungsmitteln auseinander zu setzen. Schockiert berichtet er uns von Berichten und Dokumentationen über “Zucker” und die “Nahrungsmittelindustrie” und was ihn dabei alles überrascht hätte.

Auch sportlich fing Hans – wenn auch ganz langsam – an, mehr Bewegung in sein Leben zu bringen. Zwei Radtouren mit seiner Frau pro Wochen standen nunmehr auf dem Programm, zudem beschäftigte er sich erstmal mit Krafttraining und Kettlebell-Übungen.


4. Das Ergebnis

Eine erste Veränderung zeichnete sich bei Hans bereits nach 3 Wochen ab. Er rief uns aufgeregt an und meinte, sein Blutdruck sei plötzlich viel zu niedrig, was er denn machen solle? Er leide schließlich schon seit Jahren unter Bluthochdruck und müsse daher die Blutdrucksenker nehmen. Unser Vorschlag war, seinen Arzt zu kontaktieren und abzustimmen, ob er versuchsweise auf die blutdrucksenkenden Medikamente verzichten könne. Gesagt, getan und siehe da, Hans Blutdruck hatte sich innerhalb kürzester Zeit normalisiert, so dass er ohne seine Medikamente im Normalbereich lag.

Wenn wir durch Ernährung auf Medikamente verzichten können, sollten wir das dann nicht alle tun?

Anfang September stand für Hans die nächste Kontrolluntersuchung an und damit der Tag, an dem der Arzt entscheiden musste, ob er nun als Diabetes-2 Patient mit dem Spritzen von Insulin beginnen müsse. Den ersten Teil seiner Vorgabe “Gewicht und viszerales Fett verlieren” hatte Hans mit Bravur gemeistert. Er schaffte es, in den drei Monaten – ohne großen Verzicht oder Hunger – sagenhafte 9 kg abzunehmen. Noch besser hat sich sein Bauchumfang entwickelt: von 100 cm reduziert auf 87 cm



Offen blieb für uns jedoch die Frage, ob auch seine Blutwerte diese positive Entwicklung widerspiegeln würden. Nur dann hätte Hans wirklich eine Chance, ausnahmslos über eine Ernährungsumstellung dem Schicksal Diabetes-2 entgehen zu können. Sein Bluttest gab schließlich die höchst zufriedenstellende Antwort:

Hans Maße im September 2018:

  • Gewicht: 67 kg
  • Bauchumfang: 87 cm (Diabetes-2 Risiko ab 94 cm)
  • Brustumfang: 97 cm
  • Blutdruck: normal
  • HbA1C: 5,4% und damit im Normalbereich
  • Nüchternzucker: reduziert von 133 mg/dl auf 102 mg/dl


Der Arzt war sichtlich erstaunt über die Leistung von Hans und so ging es uns auch. Innerhalb kürzester Zeit hat er es geschafft, seinen kritischen Gesundheitszustand erheblich zu verbessern, er fühlt sich agiler, energiegeladener und voller Lebensfreude.


5. Wie es weiter geht

Sein Arzt gratulierte Hans, wies jedoch auch darauf hin, dass sein erreichtes Ziel nur der Anfang sei. Um dauerhaft das Risiko von Diabetes, dem metabolischen Syndrom oder kardiovaskulären Krankheiten zu reduzieren, muss die Ernährungsumstellung auch zu einer dauerhaften Änderung der Lebensweise werden. Hans hat uns daher schon mitgeteilt, dass er gerne weiterhin Klient bei eat.move.change. bleiben möchte, unsere individuelle und intensive Betreuung in den letzten Monaten sei die Grundlage für ihn und seine Frau gewesen, um weitere neue Gewohnheiten zu etablieren und lästige alte abzuschaffen. Sein nächstes Ziel sei es nun, mehr über Kraftsport und Muskelaufbau zu lernen. Er möchte eigentlich wieder hoch auf 70 kg, dann aber durch Muskeln und nicht durch Viszeralfett.

Viele würden sagen, in seinem Alter baut man keine Muskeln mehr auf, wir sagen: “Morgen fangen wir an!

PS: Wer sich jetzt fragt, was die Ernährungsumstellung seiner Ehefrau macht: Sie hat ebenfalls 9 kg abgenommen und fühlt sich mittlerweile sehr wohl mit der neuen Ernährung! Prominent in einem Online-Blog genannt werden, wollte sie jedoch dann trotzdem nicht… verstehen wir 🙂

Viele Grüße

euer emc.TEAM

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