CHANGE – Glaubenssätze: Mythos oder entscheidend für den Erfolg?

Fakt ist: Glaubenssätze werden völlig unterschätzt. Unterschätzt und oft auch überhaupt nicht erkannt. Sie haben großen Einfluss auf unser Verhalten, auf unsere Motivation und unsere Haltung.

Warum erfahrt ihr im folgenden Artikel (Lesezeit ca. 5 Minuten).


„Der Glaube versetzt Berge“ ist ein bekanntes Sprichwort und beschreibt die Wirkung positiver Glaubensätze. Positive Glaubenssätze geben uns Freiheit zum Handeln und helfen uns, eigene Fähigkeiten einzusetzen. Die negativen „Skripte“ wie Mark Maslow sie nennt, können jedoch auch Berge schaffen – Berge, die uns daran hindern unsere Ziele zu erreichen, welche unsere Haltung negativ beeinflussen.

Was sind also Glaubenssätze oftmals auch bezeichnet als Beliefs oder „unsichtbare Skripte“?

Glaubenssätze oder Einstellungen sind unsere Leitplanken, die uns -ohne groß darüber nachzudenken- die Richtung vorgeben. Sie geben uns Stabilität und Kontinuität. Glaubenssätze sind Grundannahmen, die es uns ermöglichen, den „Autopilot“ laufen zu lassen. Wir müssen nicht jeden Tag aufs Neue unsere Hand in die Kerze halten, um zu glauben, dass die Flamme brennt. Wir müssen nicht -wie Drew Barrymore in „50 erste Dates“- jeden Morgen von vorne anfangen und bestimmte Dinge neu lernen. Unser Gehirn muss jeden Tag Tausende von Informationen filtern, verarbeiten und organisieren, um uns eine sinnvolle „Erklärung“ für unsere Umwelt, Gefühle, Emotionen und Handlungen zu präsentieren. Wenn wir etwas glauben, verhalten wir uns so, als wäre es wahr. Dies führt dazu, dass wir die Glaubensätze auch nicht mehr in Frage stellen. Wenn ich zum Beispiel der Meinung bin, dass ich unbeweglich bin -sprich über eine „schlechte“ Mobilität verfüge-, werde ich mir diesen Belief wieder und wieder bestätigen und meinen Handlungsradius damit immer weiter einschränken.

„Ob du glaubst, du schaffst es oder ob du glaubst, du schaffst es nicht, du hast auf jeden Fall Recht.“ (Henry Ford)

Ich versuche erst gar nicht so zu handeln, als ob ich beweglich wie ein Fabian Hambüchen wäre. Ich mache folglich nur wenige Dehnübungen (bringt bei mir ja eh nichts) und konzentriere mich auf Dinge, von denen ich denke, dass ich sie besser kann (zum Beispiel Liegestütze). Nun führt diese Vorgehensweise dazu, dass ich meinen (einschränkenden) Glaubenssatz weiter bestätige. Dieser Effekt der sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird auch als Pygmalion-Effekt bezeichnet. Mit dieser Grundannahme werde ich niemals herausfinden, ob ich nicht vielleicht doch beweglich als Fabian bin, nur eben viel weniger trainiert (oder mobilisiert).

Woher kommen Glaubenssätze?

Glaubenssätze entspringen aus vielen Quellen, wie der Erziehung, der Nachahmung von Vorbildern, aus Vergangenheitstraumata und wiederholten Erfahrungen. Wir entwickeln Glaubenssätze dadurch, dass wir unsere Erfahrungen mit der Welt und mit Menschen in unserem Umfeld generalisieren, das heißt: Verallgemeinerungen ableiten. Die Verallgemeinerungen helfen uns, die Welt zu ordnen (Feuer ist generell heiß und ich muss nicht jede Feuerquelle einzeln auf diesen Umstand prüfen). Wenn wir noch jung sind, glauben wir, was uns gesagt wird, auch weil wir keine Möglichkeit haben, es zu überprüfen. Warum glauben manche Kinder so fest und überzeugt an das Christkind? Sie hatten schlicht keine Möglichkeit, die Existenz zu überprüfen und glauben deshalb ihren Eltern (die Geschenke verstärken anschließend den Glauben noch einmal kräftig). Dies führt dazu, dass wir Werte und Einstellungen übernehmen ohne sie einer weiteren Prüfung zu unterziehen. „In unserer Familie sind alle übergewichtig, ganz klar Veranlagung” (und wir können somit auch nichts dagegen tun) ist ein Beispiel für einen weit verbreiteten Glaubenssatz, der früh entstanden ist, oft bestätigt und bisher nicht aufgelöst wurde.

Die gute Nachricht: Unsere Beliefs und Einstellungen sind uns nicht angeboren wie unsere Augenfarbe. Sie verändern und entwickeln sich. Und noch viel wichtiger: Wir können diese Veränderung aktiv steuern und beeinflussen. Tatsächlich können wir Glaubenssätze, die uns einschränken, auflösen und positive Beliefs, die uns erlauben herauszufinden, wozu wir wirklich fähig sind, neu installieren. Wie das funktioniert erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.
Glaubenssätze sprengen und ungeahnte Freiheiten wiedererlangen

Nachfolgend werden euch zwei Methoden präsentiert, wie ihr Glaubenssätze verändern könnt:

Methode „Spiegel der Glaubenssätze“

1) Denke für einen Augenblick an drei Glaubenssätze, von denen du dich eingeschränkt fühlst. Schreibe sie auf, um dein Gedächtnis zu entlasten.
Nun schaue im Geiste in einen großen, hässlichen Spiegel und stelle dir vor, wie dein Leben in fünf Jahren sein wird, wenn du dich weiter so verhalten würdest, als seien diese einschränkenden Glaubenssätze wahr. Wie wird dein Leben aussehen in zehn Jahren? In fünfzehn Jahren?

2) Nun nimm dir kurz Zeit, deinen Kopf wieder „frei“ zu bekommen. Denk an etwas anderes, Schönes, spaziere kurz im Zimmer umher oder konzentriere dich einfach auf deinen Atem.
Nun denke an drei neue Glaubenssätze, die dir Stärke und Selbstvertrauen geben und auf jeden Fall deine Lebensqualität erhöhen. Schreibe auch diese Beliefs auf.

Schaue in deiner Vorstellung diesmal in einen großen, freundlichen Spiegel und stelle dir dein Leben vor, wie dein Verhalten wäre, wenn diese positiven Glaubenssätze wahr wären. Wie würde dein Leben aussehen? Wie würde es sich in fünf oder zehn Jahren anfühlen?

Methode „Freedom Hacking“

1) Den Glaubenssatz erkennen: Versuche zunächst, einen einschränken Glaubenssatz zu finden. Wenn du Schwierigkeiten hast, einen passenden Belief zu finden, denke über die folgenden Bereiche nach:

  • a. in Lebensbereichen, in denen du das Gefühl hast, nicht du selbst (und zwar in der besten Version) sein zu können (z.B. beim autoritären Chef, Eltern, Partner)
  • b. in Lebensbereichen, in denen du dich sehr unwohl fühlst oder vielleicht sogar ängstlich (z.B. cold calling, öffentliche Ansprachen, Konfrontationen)
  • c. in Lebensbereichen, die schon lange auf dem Status „okay“ verharren (z.B. beim Job oder in der Sportgruppe)

Achte in diesen Lebensbereichen in nächster Zeit auf aufkommende einschränkende Glaubenssätze. Du wirst sie nach dieser Vorarbeit mühelos erkennen.

2) Schreibe den Glaubenssatz auf: Dabei solltest du auch festhalten, wie du dich fühlst und warum, zum Beispiel statt „ich fühle mich beim Trainieren unsicher“, besser „ich fühle mich unsicher, wenn mir beim Trainieren zugeschaut wird“.

3) Ändere diesen Glaubenssatz, indem du dir die Frage stellst, ob der Belief 100% wahr ist. Oft führt schon die Formulierung im vorigen Punkt zu einem Aha-Erlebnis und du kannst den Glaubenssätzen ziehen lassen (es gibt keinen Grund, dass ich mich unsicher fühle, wenn mir jemand beim Training zuschaut). Wenn der Glaubenssatz durch die Formulierung nicht aufgelöst wurde, geht es weiter mit Punkt 4.

4) Verändere den Glaubenssatz so, wie er zu dir passen würde. Dazu kannst du verschiedene Formulierungen „anprobieren“. Spiele ein wenig mit den Wörtern bis du zu einem Belief kommst, der sich gut anfühlt (oder zumindest ein bisschen passend) wie „ich fühle mich gut, auch wenn mir beim Training zugeschaut wird“.

5) Wenn der Belief sich einigermaßen passend anfühlt, verändere ihn weiter. Verändere den Glaubenssatz ins Gegenteil: „ich fühle mich motiviert, wenn andere mir beim Training zuschauen“ oder „ich fühle meine Trainingsleistung wertgeschätzt, wenn andere mir beim Training zuschauen“.

6) Wenn der Belief für dich optimal ist, nutze ihn bei jeder Gelegenheit und probiere ihn weiter aus. Du kannst einfach anfangen, indem du ihn dir wie ein Mantra immer wieder selbst in Erinnerung rufst. Irgendwann wird aus dem vorher „passenden“ Glaubenssatz ein Automatismus, über den du gar nicht mehr nachdenken musst.

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Fazit: Glaubenssätze und Einstellungen beeinflussen unser Handeln und unsere Haltung in erheblichem Umfang. Wer es schafft, einschränkende Glaubenssätze aufzulösen und positive Beliefs zu installieren, wird seine Ziele schneller, leichter und vor allem nachhaltiger erreichen.

Du würdest gerne wissen, welche einschränkenden Glaubenssätze in dir schlummern, weißt aber noch nicht genau, wie du anfangen sollst? Vielleicht würdest du gerne einige motivierende Glaubenssätze installieren, die dir helfen am Ball zu bleiben? Neben den hier dargestellten Methoden gibt es viele weitere Mittel und Wege, das Mindset zu optimieren. In unserem eatmovechange Programm gehen wir es gemeinsam an. Wir freuen uns auf dich!

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