CHANGE – Wie sich deine mentale Einstellung auf deinen Erfolg auswirkt – ein Interview mit Carlo Schuff

Die richtige mentale Einstellung ist die Basis für eine dauerhafte Veränderung. Wichtiger noch als Ernährung und Training ist es die mentale Einstellung, deine Haltung, die dich dazu befähigt Erfolge zu realisieren und echte Veränderung herbeizuführen. Coaching ist dabei das zentrale Instrument des emc.Konzepts. Wir sprechen über dieses Thema heute mit Carlo Schuff, ehemaliger Leistungssportler (u. a. 6. Platz EM Crosslauf 1999, Deutscher Vize-Meister im Crosslauf 2004, DM-Bronze 3x 1.000m 2005, Deutscher Vize-Meister im Berglauf 2007, DM-Bronze 10.000m im Jahr 2009, mehrfacher Deutscher Meister in Mannschaftschaftswettbewerben) und ausgebildeter Business Coach.

 

eat.move.change: Die Haltung wird beschrieben als die Überzeugung, der Standpunkt, die Gesinnung, die Disziplin und das Verhalten (Duden, 2015) und beschreibt damit die mentale Einstellung in ihren verschiedenen Facetten. Was verstehst Du darunter?

Carlo:  Ich habe viele talentierte Athleten in meiner sportlichen Karriere gesehen. Talent alleine ist aber nicht alles. Manche haben nach Misserfolgen der Leichtathletik den Rücken zu gekehrt. Wichtig ist, dass ich ein Ziel vor Augen habe und dieses fokussiere. Wenn ich ein konkretes, ambitioniertes aber erreichbares Ziel habe und mein Verhalten daran anpasse, dann kommt der Erfolg „wie von selbst“. Das heißt nicht, dass ich nichts dafür tun muss. Im Gegenteil: ich weiß dann was zu tun ist und tue es. Ein Freund von mir sagt immer: „Hinfallen ist keine Schande, liegen bleiben schon.“ Das beschreibt recht gut, wie mit Rückschlägen umzugehen ist. Das wieder „Aufstehen“ erzeugt die Stärke – auch mental. Darin liegt das Geheimnis, stärker zu werden.

eat.move.change: Wie groß ist für Dich der Einfluss der mentalen Einstellung auf einen persönlichen Veränderungsprozess?

Carlo: Sehr groß. Wenn ich weiß, wofür ich etwas tue – z. B. in vielen Trainingseinheiten bis ans Limit zu gehen und manchmal auch darüber hinaus oder in manchen Dingen „Verzicht“ zu üben – dann fällt es mir nicht nur leichter, nein, es kommt mir gar nicht mehr so vor, zu verzichten. Es ist Teil des Weges, den ich gehen möchte und werde. Selbstverständlich zweifelte ich auch an manchen Tagen. Besonders dann ist es wichtig, zu wissen was mein Ziel ist, dies verinnerlicht zu haben, es weiter zu vertiefen  und an mich zu glauben. Das kann durch einfache Selbstsuggestion geschehen: versuche mal in den Spiegel zu schauen und dir zu sagen: „Ich glaube an mich. Ich schaffe das.“ Zunächst fühlt es sich komisch an. Je öfter du das machst – am besten täglich – desto normaler wird es. …und fängt an zu wirken. Viele Menschen wissen gar nicht, was sie zu leisten im Stande sind, weil sie nicht an sich glauben.

eat.move.change: Du hast in Deiner Leistungssportkarriere viele Erfolge feiern können. Wie hast Du Dich auf diese Wettkämpfe vorbereitet?

Carlo: Ein gezieltes, kontinuierliches Training ist unerlässlich – möglichst verletzungsfrei. Es ist wichtig die Balance zwischen Be- und Entlastung für sich zu finden. Je ambitionierter das Ziel, desto wichtiger ist die Abstimmung der Trainingseinheiten aufeinander. Natürlich habe ich auch auf meine Ernährung geachtet. Aus heutiger Sicht leider nicht (oft) genug. Heute würde ich da einiges anders machen. Da wären noch einige Prozentpunkte an Leistungssteigerung drin gewesen. Mit am Wichtigsten war jedoch die mentale Vorbereitung auf den Wettkampf. Wie angedeutet über Autosuggestion oder auch Visualisierungen: z. B. habe ich mir vor einem 10.000m-Wettkampf die 400m-Zwischenzeiten (also die Rundenzeiten) aufgeschrieben und bin diese immer und immer wieder durchgegangen. Dabei habe ich mir vorgestellt wie ich mich dabei jeweils fühle. Ich wusste, dass der 7. Kilometer der schwierigste werden würde. Die letzten zwei Kilometer gehen immer – da hat man das Ziel vor Augen. Also habe ich mich bereits im Vorfeld immer wieder selbst positiv beeinflusst und mich auch für den „Durchhänger“ bereit gemacht. Ich wusste somit, dass ich es schaffe. Ein Trainer kann dabei – gerade wenn man mal einen Durchhänger, sowohl im Training oder auch im Wettkampf hat – zur Motivation bei-„tragen“.

eat.move.change: Gab es in Deinem Leben eine Zeit, in der die Haltung und mentale Einstellung nicht optimal waren? Wie hat sich das geäußert und was hast Du geändert, um dem entgegenzuwirken?

Carlo: Ja, auch solche Zeiten gab es. Ein Umfeld, welches Dich auffängt, hilft sehr dabei. Ich spreche von Familie, Freunden und auch dem Trainer. Im Endeffekt habe ich mir immer die Fragen gestellt: „Was möchte ich? Was muss ich tun, damit des erreiche?“ Hinfallen, Aufstehen.

eat.move.change: „A Champion is someone who gets up even when he can’t“ ist ein bekanntes Sprichwort. Du hattest vor einigen Jahren einen schweren Motorradunfall. Wie bist Du wieder aufgestanden?

Carlo: Die Frage passt gut zu meiner vorherigen Antwort. (lacht) Ich hatte mir die Beine gebrochen. Es sah übel aus. Ein Arzt kam zu mir, als ich noch auf der Intensivstation lag. Er sagte, dass ich wohl nie wieder joggen können würde. Ich lachte. Ich glaubte ihm nicht. Ich glaubte immer an mich. In diesem Moment, mit Schmerzmitteln vollgepumpt, war mir die Tragweite meiner Verletzung wahrscheinlich noch nicht 100%ig bewusst. Wichtig für mich war, dass ich mein Schicksal annahm. Ich erachtete es als Energieverschwendung darüber nachzudenken was gewesen wäre, wenn ich an diesem Tag nicht Motorrad gefahren wäre. Ich blickte sehr schnell nach vorne, bündelte meine Kräfte und so wie ich konnte arbeitete ich an mir. Ich war mit Krücken im Fitnessstudio – da konnte ich noch nicht einmal Auto fahren. Ich bin aufgestanden und habe das gemacht was mir möglich war. Es war schmerzhaft und ich hatte einige Rückschläge. Zu wissen und überzeugt zu sein wieder auf die Beine zu kommen war mein Treibstoff…..und meine wichtigste Grundeigenschaft: positives Denken. Wer sich sagt: „Das geht nicht.“, hat schon verloren. Wenn du dir sagst, dass es nicht geht, dann geht es auch nicht. Wer sich dahingehend sagt, dass es funktioniert, der hat eine reelle Chance. Heute jogge ich etwa 3 – 4 Mal in der Woche und fahre sehr gerne Mountainbike.

eat.move.change: Neben der mentalen Einstellung gibt es in dem eat.move.change.Konzept die Säulen Ernährung und Bewegung. Welchen Einfluss hat die Motivation auf die anderen beiden Säulen?

Carlo: Wichtig ist, schnelle, kleine Erfolge zu haben und diese zur weiteren Motivation zu nutzen. Wenn alle drei Säulen Beachtung finden, steigt meine Chance, dass ich nachhaltig Erfolg habe und mein persönliches Ziel erreiche.

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