CHANGE – Definition Coaching

Was heute alles unter “Coaching” verstanden wird. Coaching boomt wie nie zuvor. Allerdings wird der Begriff inflationär für alles und jedes benutzt. Dies liegt unter anderem daran, dass der Begriff Coaching nicht geschützt ist.

Es gibt Fitness-Coaching, Ernährungs-Coaching, Karriere-Coaching, Partnerschafts-Coaching etc. Die Anzahl der Coaching-Arten scheint dabei unbegrenzt. Oftmals sind die Grenzen – so scheint es – fließend zwischen Coaching, Beratung und Training. Dieser Schein trügt allerdings. Was z.B. als Fitness-Coaching “verkauft” wird, ist in Wahrheit Fitness-Training. Ernährungs-Coaching eher Ernährungsberatung.

Was genau ist also Coaching?

Coaching, als eine professionelle Sonderform der Beratung, hat in den letzten Jahren vermehrt Einzug in unsere Arbeitswelt gefunden. Sowohl von Personalentwicklern und -beratern, als auch von Führungskräften wird Coaching zur individuellen Unterstützung und Förderung von Mitarbeitern angeboten. Diese individuelle Förderung ist jedoch keineswegs neu, im Gegenteil: Aus dem Profi-Sport ist das individuelle Coaching seit Jahren bekannt.

In seiner ursprünglichen Bedeutung war der “Coach” ein Kutscher – abgeleitet von seiner Tätigkeit: dem Lenken und Betreuen der Pferde.  Bekannt wurde der “Coaching”-Begriff vor allem durch den Sport. “To coach” bezieht sich auf das Beraten und Trainieren (= die Aufrechterhaltung und Verbesserung des sportlichen Leistungsvermögens durch körperliche Übung) von Sportlern und Mannschaften.

Im Beratungskontext versteht man unter “Coaching” die individuelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Einzelpersonen oder Kleingruppen durch einen professionellen Begleiter, den “Coach”. Dabei richtet sich Coaching oft an Personen mit Führungsverantwortung bzw. Managementaufgaben. Im Vordergrund steht dann die Berufsrolle des Klienten (auch “Coachee”) genannt. In diesem Feld ist Coaching mittlerweile sehr etabliert. Dabei liegt das durchschnittliche Coaching-Honorar beim Top-Management zwischen 201-250 Euro pro Stunde, beim mittleren Führungkreis zwischen 151-200 Euro pro Stunde.

Neben den etablierten Bereichen des Business-Coachings, bei dem sich hauptsächlich auf die Rolle im Beruf konzentriert wurde, gewinnt auch die Verknüpfung mit dem Privatleben immer mehr an Bedeutung. Auch kann das Berufliche immer weniger vom Privaten getrennt werden: Beruflicher Erfolg oder auch Stress wirkt sich stark auf das Privatleben aus, umgekehrt wirkt sich private Zufriedenheit (oder auch Unzufriedenheit) auf die Leistung im Job aus. Häufig lassen sich die Coachingwünsche der Klienten deshalb nicht in rein berufliche oder private Bereiche unterteilen. Deutlich wird dies bei Coachinggründen wie:

  • Privatleben und Berufsleben in Einklang bringen
  • plötzliche Brüche in der Karriere – und somit auch in der Lebensplanung
  • persönliches Stress- und Gesundheitsmanagement

 

Die Kombination von Life- und Business-Coaching betrachtet den Menschen und seine Entwicklung als Ganzes.

Vorbehalte gegenüber Coaching: Während die einen Coaching als nettes “Plauderstündchen” abwerten, haben die anderen das Bild eines “Besserwissers” vor Augen, der ihr bisheriges Verhalten auseinander nimmt und ihnen ihre Fehler “vorkaut”. Andere stellen sich unter Coaching eine Art Therapie vor, die etwas für schwache Persönlichkeiten ist. Diese Vorstellungen entsprechen nicht dem Grundgedanken von Coaching: Coaching ist nicht Therapie und nicht Fachberatung. Coaching bietet eine professionelle Unterstützung, um gezielt an schwierigen Situationen, Entscheidungen oder an Zielen und der persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Dabei ist Coaching interaktiv. Das bedeutet, dass im Coaching keine “Dienstleistung am Klienten” vollzogen wird, sondern Coach und Klient sind beide gefordert auf “Augenhöhe” zusammen zu arbeiten. Ein Beziehungsgefälle ist dabei nicht hilfreich, da der Klient die Verantwortung nicht “abgeben” soll.

Coaching ist eine personenzentrierte Form der Betreuung, die sowohl berufliche als auch private Themen behandeln kann. Der Coach liefert dabei keine Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Klienten bei seiner eigenen Lösungsfindung.

 

Das Coaching dient dem Klienten als Hilfestellung zur Sortierung und Lösung von Problemen sowie zur Entdeckung und dem gezielten Einsetzen eigener Ressourcen. Im Coaching wird – im Gegensatz zur Beratung, bei der der Berater dem Klienten die Lösung „liefert“ – davon ausgegangen, dass nur der Klient selbst die für ihn beste Lösung finden kann. Der Coach unterstützt ihn dabei, indem er ihm bei der Strukturierung der Situation und allen damit verbundenen Punkten hilft und ihm neue Sichtweisen eröffnet.

Als Wegbegleiter oder Prozessberater gibt der Coach dem Klienten Feedback, hinterfragt eingefahrene Denkansätze und lässt ihn nicht zuletzt dadurch Verhaltens- und Wahrnehmungsdefizite erkennen und bearbeiten. Dabei geht ein guter Coach flexibel auf die unterschiedlichen Lernstile, Persönlichkeiten und Wertsysteme des Klienten ein, sodass dieser seine eigenen Lösungsmöglichkeiten findet. Coaching lässt sich dabei perfekt auf die Belange des Einzelnen zuschneiden.

Da Coaching ein zielorientiertes Arbeiten bedeutet, ist es wichtig, dass Coach und Klient bereits bei ihrem ersten Treffen ein klares Ziel entwickeln. Dieses Ziel behält der Coach während des gesamten Prozesses im Auge. Er entwickelt Ideen über mögliche Wege (Methoden), die seinen Klienten zu diesem Ziel hinführen.

Es ist daher wichtig, dass der Coach über bestimmte persönliche und fachliche Kompetenzen sowie über ein breites Methodenwissen verfügt.

Nur dann kann er seinem Klienten einen zu dessen Problem und Persönlichkeit passenden Weg anbieten. Den Coach zeichnet aus, dass er neben einer hohen fachlichen Qualifikation – im Sinne von pädagogischen, methodischen, psychologischen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen – Empathie und Authentizität, einen ausgeprägten Sinn sowie ein Gespür für die ungesagten und dem Klienten oft unbewussten Kernpunkte der Problemlage besitzt. Es ist eine zentrale Aufgabe, diese aufzudecken.

Ausgangspunkte, die zu einem Coaching führen können:

Sowohl für den beruflichen als auch für den privaten Bereich gibt es unterschiedliche Ausgangspunkte, die zu Coaching führen können.

  1. Entwicklungswünsche (“Ich möchte mich mental oder körperlich (oder beides) verändern”)
  2. Krisen und/oder Probleme (“Ich brauche Hilfestellung, um mich aus der aktuellen problematischen Lage zu befreien”)
  3. Reflexion (“Ich brauche Feedback und Hilfe bei der Selbstreflexion, um zu erkennen, warum sich Erfolge nicht einstellen”)

Das Entwicklungscoaching befolgt dabei einen präventiven Ansatz, der die persönliche Weiterentwicklung begleitet und unterstützt. Im Unterschied dazu liegt der Ausgangspunkt beim Krisencoaching bei einem konkreten Defizit. Der Reflexionswunsch als Ausgangspunkt für ein Coaching ähnelt dem Entwicklungscoaching: “Ich möchte mich verändern, doch bisher zeigen meine Versuche keine Wirkung. Was übersehe ich?”

Grundsätzlich lassen sich somit drei, nicht immer voneinander trennbare Bereiche unterscheiden, in denen Coaching zum Einsatz kommt:

  1. Berufliches oder “Business Coaching”
  2. Persönliches oder “Life Coaching”
  3. Sportcoaching

Dabei nimmt das Sportcoaching eine Sonderstellung ein nimmt, da der Coach hier oft als Trainer der sportlichen Fähigkeiten, als auch als mentaler Begleiter und Motivator agiert.

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