EAT – Das richtige Umfeld schaffen

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: du öffnest die Augen. Heute ist Tag eins deiner Diät. Du bist motiviert. Freust Dich darauf endlich loszulegen. deine Pläne in die Tat umzusetzen. Stehst auf. Gehst in die Küche. Vor deinem geistigen Auge siehst du bereits dein Knäckebrot mit Quark (oder was auch immer deinem persönlichen Plan entspricht). Und dann passiert es. Dein Blick fällt auf das Glas Nuss-Nugat-Creme. Kein Problem, denkst du und machst dir dein Frühstück wie geplant. Aber ist es WIRKLICH kein Problem? Ist dir nicht für einen Sekundenbruchteil ein Brötchen mit süßem Aufstrich in den Sinn gekommen, so wie du es seit Jahr und Tag gewohnt bist? Natürlich ist es das, denn das ist eine lieb gewonnene Gewohnheit und es schmeckt dir (im Moment) einfach (noch) besser als der geplante Magerquark. Doch du bist eisern und isst tapfer dein kalorienreduziertes Frühstück. Eigentlich ist also alles im Lot, aber was ist gerade mit deiner Willenskraft passiert?

 

Stell dir deine Willenskraft vor wie in Glas Wasser, das jeden Morgen aufs Neue gefüllt wird.

Und jede Versuchung, der du ausgesetzt bist, kostet Dich einen Tropfen oder gar mehrere Schlucke deiner Willenskraft, je nachdem wie groß sie ist. Am Abend hast du also dem Nutella-Brötchen, dem Snack beim Bäcker, dem Kuchen im Büro und der Fertigpizza zum Abendessen widerstanden. Und dann gehst du an den Fernseher und im Schrank liegt -taktisch klug direkt neben der Fernbedienung platziert- die halbe Packung Chips von gestern. Oh nein! Nach all dem, was du dir heute schon versagt hast, wären ein paar Chips doch das Mindeste, was du für deine Entspannung am Abend tun kannst. Und Entspannung ist ja so wichtig. Du willst ja schließlich am Ball bleiben und da darf man sich nicht alles versagen. Und der Tag war -neben der Diät!- auch noch super stressig und dein Chef hat Dich auch genervt. Nein, wirklich, ein bisschen Genuss und Freude muss doch wenigstens sein. Du isst die Chips. Und zwar mehr als geplant. Deine Erfolge des Tages sind dahin, deine Motivation ebenfalls und Selbstvorwürfe quälen Dich bis du endlich einschläfst. Und so endet ein Tag voller Versuchungen, die deine Willenskraft nach und nach aufgezehrt und dein Scheitern zwangsläufig herbeigeführt haben. Schade um den schönen ausgeklügelten Plan und schade um den tollen Körper, den du dir EIGENTLICH erträumt hast…

Was können wir also aus dieser traurigen und doch leider so realen Geschichte lernen? Sei sparsam mit deiner Willenskraft! Gerade am Anfang einer Ernährungsumstellung kostet Dich bereits das Einhalten der Regeln so viel davon, dass du ZUSÄTZLICHE Versuchungen unbedingt eliminieren musst!

Daher ist es Schritt 1 jeder erfolgreichen Ernährungsumstellung, zunächst das richtige Umfeld zu schaffen.

Ja, die Süßigkeiten haben Geld gekostet. Ja, die Fertigsaucen sind praktisch. Ja, es ist schade um die selbstgemachten und eingefrorenen Blätterteigmuffins. ABER diese Lebensmittel zu behalten ist KEINE OPTION. Auch nicht der Vorsatz, das Vorhandene noch zu verbrauchen und ab sofort nur noch Gesundes zu kaufen. Tu dir selbst den Gefallen und zieh einen dicken Schlussstrich unter dein bisheriges Konsum- und Essverhalten. Radikal und ohne Rücksicht auf Verluste.

Ach so, deine Familie “braucht” das aber. Die Kinder wollen nach der Schule immer ein Teilchen essen? Und dein Mann kann ohne seine Tüte Erdnussflips den Fernsehabend nicht genießen? Deine Mutter, die mehrmals die Woche vorbei kommt, nascht gerne die Nougatpralinen zum Kaffee? Und dein Nachbar bietet dir ja schließlich auch immer ein Feierabendbier an, wenn Ihr euch am Gartenzaun trefft, dann musst du das auch für ihn stets parat haben? Fakt ist: In Familie und Freundeskreis haben sich bestimmt Gepflogenheiten etabliert, die dir das Gefühl geben, dass das eben “so ist”. Und Abweichungen erscheinen dir falsch und anstrengend und können maximal temporär durchgehalten werden. Aber hier kommt eine Tatsache, die du akzeptieren musst: Sowohl du als auch dein Umfeld werden sich umstellen müssen.

Die Kinder werden zunächst nicht begeistert sein, aber ein Stück Obst oder selbstgemachter Fruchtquark werden in Zukunft ihr Teilchen ersetzen. Sie werden sich daran gewöhnen und nach einiger Zeit werden sie es genauso gerne essen wie ihre bisherigen Süßigkeiten. Es ist gesünder und ganz nebenbei wird Süßes wieder ein Highlight. Dein Partner wird akzeptieren müssen, dass dein Projekt ohne seine Mithilfe zum Scheitern verurteilt ist. Er liebt Dich und will dass du glücklich bist und das bist du nicht mit Übergewicht und bei schlechter Ernährung. Es tut ihm ebenfalls gut, mehr auf sich zu achten und er kann sich freuen, dass er nun mit gesundem Essen versorgt wird. Und ALLE ANDEREN, die euch und Euer Heim besuchen, tun das, um euch zu sehen, mit euch zu reden, zu feiern und zusammen zu sein. Und wer dazu zwingend Pralinen, Kuchen und Alkohol braucht, der möge bitte bis nach der akuten Phase der Umstellung fern bleiben, weil es das in Eurem Haushalt derzeit einfach nicht gibt.

Seine Ernährung umzustellen ist ein hartes Stück Arbeit. Wir kämpfen mit unseren Gelüsten, ringen mit alten Gewohnheiten, rechtfertigen uns vor anderen und es kann Wochen oder gar Monate dauern, bis das neue Verhalten in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wir sollten es uns nicht noch unnötig schwer machen, indem wir uns tagtäglich all dem aussetzen, was uns erst in die Situation gebracht hat, abnehmen zu müssen. Also, schnapp dir einen Karton (oder 3, oder 4, oder…) und raus mit dem ungesunden Zeug. Ein für allemal. Dir zuliebe.

 

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